Mittwoch, 31. Juli 2013

gt

gt im zusammenhang mit autos bedeutet grand tourisme. das hat mir mein vater mal erklärt, als ich ein kind war. und er redete auch was von weiten fahrten überland auf leeren straßen, die es erlaubten in der kurve die ideallinie zu finden. ich glaube, das ist alles herrenfahrerspeak aus der vorkriegszeit. aber beim herumkutschieren hier oben ist es mir wieder eingefallen. es ist wirklich eine freude, hier durchs land zu gondeln.  

man ist viel allein und sieht auf jeder dritten kuppe am straßenrand ein kreuz, das für einen gepflanzt wurde, der hier umkam. vermutlich jeweils ein junger mensch in seinem ersten auto, der sich vor lauter spaß in den auswirkungen der geschwindigkeit auf die fliehkraft und die bodenhaftung verschätzte. ich nehme das als mahnung.

auf der strecke, die ich zum stift altenburg befuhr, wurden mir zu den gefahren der physik noch andere gefahren per verkehrsschild angezeigt:
ein hirsch, ein panzer, ein flugzeug, laserstrahlen. letzteres war mir neu, und unheimlich. man erkennt unschwer, dass der weg am truppenübungsplatz vorbeiführte. auf der anderen straßenseite schilder mit der aufschrift landschaftsschutzgebiet. man bemerkt keinen unterschied. natur pur auf beiden seiten.


was mir auch auffällt: sehr große trucks, gerne auch mit anhänger, deren fahrer ebenfalls auf den flügeln des gt auf diesen doch nicht sooo breiten landstraßen einherpreschen. dazu hinter mancher kurve ein haushohes landwirtschaftliches gefährt, das die ganze straßenbreite einnimmt, im schritttempo.

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