Freitag, 12. April 2013

kreuzzug

unfreiwillig werde ich zeugin der folgen eines religionskriegs, der offenbar nachts vor meiner haustür tobt.

vor der bar - ach so? haben wir gar nicht bemerkt
neulich habe ich die leute, die das volksbegehren mit ihrem karnevalswagen vorantreiben wollen und die unermüdlich an der perfektion ihres wagens arbeiten, gefragt, ob sie absichtlich vor dem swingerclub parken. sie sahen mich mit ehrlichem entsetzen an und fragten, wo ist hier ein swingerclub. soviel dazu.

inzwischen erheiterte mich dieses von ihnen neu kreierte verkehrszeichen.

gestern jedoch musste ich mitansehen, dass eine attacke geritten worden war gegen den pappmacheebischof.
offen ist, ob es sich um empörte christenmenschen auf kreuzzug gegen das volksbegehren gehandelt hat, oder etwa um ein besoffenes opfer kirchlichen missbrauchs, das endlich zum gegenschlag gegen das abbild des würdenträgers ausholte, ohne zu bemerken, dass es damit ein volksbegehren in seinem sinne sabotierte.

ich finde ja, der riesenpappbischof ist eher eine werbung für die kirche als für das volksbegehren zur abschaffung von kirchenprivilegien.
der bischof hat eins auf die nase gekriegt

was ich aber verschreckt sehe, ist, dass es nach wie vor auch vor meiner haustür zum religionskrieg kommen kann.



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