Freitag, 8. März 2013

dunkelmann 2

ha! publizieren hilft.

wen seh ich heute vor mir ins haus treten? genau.

ich gehe ohne eile nach, denn ich weiß schon, sein schicksal will, dass er mir ins auge blickt. zum erröten bleibt ihm keine zeit, denn ich trete gerade durch die flügeltür, als der lift gegenüber hält, und beim öffnen der lifttür sieht und erkennt er mich.

hinter der feuerleiter, die ja als sichtschutz gar nicht taugt,
nun die leeren kartons im fenster
er reagiert blitzschnell, als wollte er mir immer schon die lifttür aufhalten, macht einen ordentlichen diener und spricht wohlerzogen auf österreichisch: ich lasse sie im lift fahren. ich werde laufen. ich bedanke mich und er ist weg. (unser lift ist nicht sehr klein. drei leute können fahren ohne sich aneinanderschmiegen zu müssen.) oben angekommen höre ich ihn auf der treppe hinter dem liftschacht warten, damit er mich nicht nochmal kreuzt.

das entwickelt sich ja herrlich. mein geübtes auge sagt mir: er ist noch jungfrau. und vielleicht ahnt er schon, dass er schwul sein könnte. dieser typ knabe ist immer schon mit schaudern auf mich geflogen.

jedenfalls räumt er ja seit gestern kisten aus. er rumort in der küche, die an meine grenzt. und nun türmen sich die leeren kartons schon übermannshoch vor seinem vorzimmerfenster. vielleicht lässt er das jetzt als sichtschutz die nächsten jahre. ist einfacher, als einen vorhang anbringen.



Kommentare:

  1. hihi. der arme. er sollte an seinen ängsten arbeiten.
    liebgrüßt aus dem noch schwach sonnigen warmen waldviertel
    ingrid

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    1. ja, ängste! durch meine nachbarschaft wird er zu sich finden... es geht ja schon rasant dahin, seit ich über ihn schreibe :)
      liesbste grüß
      u

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