Mittwoch, 30. Januar 2013

würfelförmig

wien ist anders. das wissen wir seit jahren aus der wienwerbung. beim anblick dieses schmelzenden haufens am gehweg in der innenstadt hab ich mich gefragt, ob es am ende stimmt. vielleicht schneits hier abschnittsweise eiswürfel.

hinweg

rückweg

Donnerstag, 24. Januar 2013

umlaut

wie man hier (vorletzte zeile) sieht, sind der verwendung von umlauten im deutschen keine grenzen gesetzt. ich liebe ja die fortentwicklung der deutschen sprache, die ich laienhaft seit dem althochdeutschen überblicke. möglicherweise stehen wir nun zur abwechslung mal nicht vor einer üblichen lautverschiebung, sondern vor einer umlautverpflanzung. jüchö!




so, bild 2 vom rückweg. besser!

Sonntag, 20. Januar 2013

meinungsbildung

ja, so kann's gehen. als ich vor eineinhalb stunden das haus verließ, war ich ausgerüstet mit meiner verständigung, wo mein wahllokal für die volksbefragung zum bundesheer zu finden sei. gleichwohl war ich vorher bei kieser um für die schwere entscheidung meine muskeln  zu stählen.

bei kieser sah ich albrecht konecny, wie jeden sonntag, dasselbe tun (früher war unser heutiger hbp fischer auch noch dabei). ich hätte ihn als rotes urgestein - er war mal chefredakteur der arbeiterzeitung - gerne volksbefragungshalber um rat gebeten. vermutlich hätte er einen inneren konflikt gehabt zwischen der alten sozialdemokratischen überzeugung, dass die wehrpflicht das einzige mittel sei, um zu gewährleisten, dass das heer im falle des bürgerkriegs nicht gleich willig aufs volk schießen würde - und der tatsache, dass die spö heute aus opportunitätsgründen oder aus welchen auch immer, jetzt die andre variante - berufsheer - empfiehlt.

dann kam johanna rachinger im stechschritt um die kurve - sie leitet seit jahren die nationalbibliothek bravourös, wie jeder weiß. von ihrem bewegungsmuster und ihrem hang zur perfektion im auftreten - und im umgang mit untergebenen, wie ich aus beruflichen gründen weiß - bin ich mir ziemlich sicher, dass sie vermutlich ein profiheer bevorzugen würde.

also kieser half mir nicht weiter bei meiner entscheidung. ich hatte schon vorher versucht, mir vorzustellen, ich hätte einen sohn. war auch nicht hilfreich. mehr möchte ich dazu nicht sagen.

also stapfte ich von kieser zum nahe gelegenen amtshaus, wo ich bisher meinen bürgerpflichten nachzukommen hatte. auf dem weg entschied ich, ich würde hingehen um die direkte demokratie zu stützen, aber beide möglichkeiten ankreuzen, also ungültig wählen.

im amtshaus fand ich das zimmer 14 rechts im erdgeschoß nicht. rechts im erdgeschoß ist kein zimmer. freundliche wahlhilfsmänner zeigten mir, dass auf meinem zettel stand, dass ich in der schule unweit meiner adresse zuständig sei. ich hatte den zettel im erdgeschoß des amtshauses zum ersten mal angesehen und nur nach dem zimmer geschaut, nicht nach der adresse. das war nun doch ein wenig zu effizient.

jedenfalls war ich ganz erleichtert und hielt dies für ein zeichen, dass ich gar nicht hinzugehen brauchte zu dieser volksbefragung.

dann ging ich am öffentlichen bücherschrank vorbei und legte die beiden bücher wieder hinein, die ich vor monaten rausgenommen und inzwischen gelesen habe. dadurch wurde ich offenbar wieder demokratiefreundlicher und entschied, doch den umweg zu der schule in kauf zu nehmen und dort ungültig zu wählen, um die direkte demokratie zu stärken.

als ich mich der abzweigung zu meiner gasse näherte, merkte ich, dass ich zu frieren begann. dann stürzte mir eine erhebliche dachlawine vor die füße und versperrte mir den weg. durch überqueren der gasse fand ich mich plötzlich in meiner eigenen gasse wieder und ging schnurstracks heim.

so. jetzt gibt's kaffee.

Donnerstag, 17. Januar 2013

schnee

mein kindliches gemüt schlägt purzelbäume vor vergnügen über die menge schnee, die soeben auf die stadt fällt. ich bin schon gespannt, wie sich die wege gestalten werden, die ich heut noch vor mir habe. ich mag das, weil die leute, die draußen sind, meistens nett sind beim ersten richtigen schnee - sofern sie nicht glauben, autofahren sei das mittel des fortkommens heute.







Donnerstag, 10. Januar 2013

demographie

gestern bin ich im linzer rathaus umgegangen, um für meine mutter eine wahlkarte für die volksbefragung zu organisieren. das amt war ziemlich leer.

bildquelle
das sogenannte neue rathaus ist ein bau der 80er jahre, wenn ich nicht irre. d.h. derzeit sieht es einfach altbacken aus, weil wir soeben erst bei den 60ern und frühen 70ern angelangt sind im hip finden. innen geht man endlose gar nicht so breite und hohe gänge entlang und kennt sich nicht gut aus, trotz oder wegen der farbigen linienleitsysteme am boden.

auf meinem weiten weg zum richtigen zimmer fiel mir auf, dass in jedem wartebereich je eine alte frau saß. das fand ich zunächst nicht bemerkenswert. sie hatten einkaufstaschen dabei und meist den mantel abgelegt neben sich. eine war dabei, eine jause auszupacken.

erst als ich das gebäude verließ und mich in der nebligen kälte wiederfand, war mir plötzlich klar, dass diese alten frauen dort nicht darauf warteten amtsbehandelt zu werden, sondern dass sie dergestalt heizkosten sparen.

heute früh bin ich in meiner wohnung erwacht und hab die heizung aufgedreht. und dabei hab ich mir gewünscht, dass ich das im alter auch noch tun kann.

Montag, 7. Januar 2013

weihnachtsgrippe

so, nun habe ich die ferien komplett mit kranksein verbracht und meine genesung schleppt sich unsicher dahin. alle drei jahre scheint das wort weihnachtskrippe für mich umzuschlagen in weihnachtsgrippe.

natürlich ist die krankheit am vortag des heiligen abend ausgebrochen, als ich schon bei meiner mutter war. daher hatte ich nicht nur die üblichen symptome zu ertragen, sondern auch dauernd angst sie anzustecken. sie hielt sich erstaunlich wacker bis letzte woche, als ich schon rekonvaleszent mit durchhängern zurück in wien war. jetzt hat sie schnupfen, sagt sie. wenns wahr ist, hat sies nicht so arg erwischt wie mich. ich hoffe, das stimmt. heut fahre ich arbeitshalber wieder nach linz und kann mir dann ja selbst ein bild machen.

in der zwischenzeit versuche ich mich von dem stress freizumachen, ich könnte per ansteckung zur mörderin meiner betagten mutter werden. ich finde das schon belastender mit den alten menschen, die angeblich durch so eine verkühlung viel mehr gefährdet sind. obwohl meine mutter eigentlich viel härter im nehmen ist als ich es je war, und darüber hinaus grippegeimpft.

mein jahreswechsel war daher etwas durchzogen und ich kann nur von glück sagen, dass meine neue ;o)heilslehre;o) behauptet, das jahr ginge so richtig erst am 21./22. jänner los.