Freitag, 6. September 2013

erntezeit

der lebenszyklus dieses blogs, mehr essen - leichter leben, hat sein natürliches ende erreicht. ich genieße die früchte, bringe unter dach und fach, was lagerfähig ist.

jetzt ruhe ich mich mal aus

falls ich andern orts ein neues schaufenster in mein leben eröffne, lasse ich von mir hören.

Montag, 26. August 2013

seeeinstiege

auf anregung von frau indica www.frau-indica.de hier noch ein paar möglichkeiten, ins begehrte kristallklare seewasser zu kommen:

per leiter, kniemäßig mit geschick unbedenklich:
















direkt vom steg per kopfsprung - allerdings nur zu empfehlen, wenn das terrain bekannt ist oder man leute sieht, die danach umgehend und wohlbehalten wieder auftauchen. insgesamt ist kopfsprung eine extrem knieschonende variante ins wasser zu kommen:












 

  


















und hier die an den salzkammergutseen weitestverbreitete variante - privatzugang:

direkt durchs eigene bootshaus


über den hotelstrand
in der mitte in der ferne: im öffentlichen bad





Samstag, 24. August 2013

werbung

ich muss leider warnen, die links in meinen texten anzuklicken. die sind von irgendeinem nicht allzu feinen werbungsprogramm gekapert. ich werde jedenfalls selber mal keine mehr verwenden.

weiß jemand, ob man das irgendwie ausschalten kann? hab ich was dazu getan, dass das passiert? oder merken andre das auf blogger auch schon?

Donnerstag, 22. August 2013

barock




als ich gestern einen innerstädtischen linzer schleichweg entlangfuhr, bemerkte ich im linken augenwinkel riesige zauberische blumen längs des weges hinter den bäumen.

ich nahm den nächsten parkplatz in anspruch und warf einen genaueren blick darauf. die fotos können leider den life eindruck im abendsonnenglanz nicht ganz wiedergeben. die stockrosen waren weit über 2 m hoch und die zauberischen gewächse mit den riesigen sternförmigen blättern und den roten puderquasten waren auch mannshoch. falls wer weiß, was für eine blume das ist, bitte gerne um erhellung.




buntes bekanntes zwischen den hohen pflanzen.


und hier die information, was da mit großem erfolg gärtnerisch ins werk gesetzt worden ist:






Mittwoch, 21. August 2013

mondnacht

aufgewacht, weil ich mich beobachtet fühlte:



der vollmond über dem pöstlingberg schaute mir ins fenster. letzte urlaubstage in linz bei mama.

die letzten beiden wochen verwöhnt und geborgen bei mama, schwester, freundin. schön. 

vielleicht noch ein ausflug mit mama ins kinderland mühlviertel. heute wohl auch zu wild für mich. mal sehen.

Freitag, 16. August 2013

klarheit

jetzt beginnt die zeit der klarheit. altweibersommer. die schatten werden tief und kühl, die spinnfäden wehen glitzernd in der sonne. die fernen berghänge zeigen jeden baum. der himmel einfach klar und blau. alpenland, schwesternzauber. erholung setzt endlich ein.



Mittwoch, 14. August 2013

erfrischung

nicht nur die wettergöttin hat mich nun gnädig doch noch in sommerfrische stimmung gebracht. auch die ortsüblichen einstiege ins wasser der seen tragen das ihre dazu bei. hier der traunsee mal rein aus dieser perspektive.






Samstag, 10. August 2013

weiter

heute gehts weiter in die ferien, besuchstournee zu mama in die stadt, zur freundin an den see, zur schwester in die berge und wer weiß, wohin noch.

die letzten beiden tage, die nicht mehr so heiß waren, haben wunder gewirkt, was meine unternehmungsfreude außerhalb des autos betrifft. die lähmenden hitzedepressionen sind wie weggeblasen vom frischen wind. ich hab geschwind noch ein paar kühle waldspaziergänge gemacht.


so hätt ich mir den urlaub eigentlich vorgestellt. nun denn, die großwetterlage können wir halt nur sehr geringfügig bezaubern. 

Freitag, 9. August 2013

betriebstemperatur

des einen leid, des andern freud. ich bin heilfroh, dass die hitze gebrochen ist. vermutlich wars hier im waldviertel nicht ganz so arg wie in wien, aber für mich immer noch viel zu heiß. noch ein paar hundert meter mehr seehöhe hätten vielleicht gut getan. 


jetzt hab ich immerhin schon zwei nächte gut geschlafen und beginne, die erholung zu fühlen, die ich im hitzestress nicht realisieren konnte. meine ideale betriebstemperatur ist jedenfalls eher unter dreißig grad bei tage und jedenfalls unter zwanzig bei nacht. kurze ausreißer nach oben gehen, aber wochenlange hitzewellen brauch ich nicht. 

ich erinnere mich mit schaudern an 1983, wo das schon im april losging. überhaupt die dreierjahre - 2003 war ja auch so heiß und 1993? muss ich mal in meinen tagebüchern nachlesen. ich glaub, der heißere sommer war 1992. 

jedenfalls bin ich sehr froh, dass mein system nun wieder auf normalbetrieb laufen darf. und im nächsten frühjahr gibts eine klimaanlage für wien. meine jahrzehntelange positive co2-bilanz ist dann halt endgültig beim teufel. 

Dienstag, 6. August 2013

prinzessin

mein prinzessin-auf-der-erbsetum kommt in diesem urlaub zu allerhöchsten ehren. als femme d'un certain âge, wie die franzosen so charmant über frauen sagen, die grade noch nicht alt genannt werden können, entdecke ich ganz neue variationen davon. 


de facto macht sich aufgrund der hitzewelle jeder euro für das herrlich riesige zimmer und für jeden liter sprit, den die klimaanlage im auto verbraucht, mehr als bezahlt. meine haupturlaubsfreude besteht aufgrund der witterung vorwiegend in lesen am vormittags schattigen balkon und nachmittags im kühlen zimmer, sowie in kilometerweiten, stundenlangen fahrten im gut gekühlten, sehr praktischen auto.
leider ist das kein guter beitrag zur abbremsung des klimawandels.

von weniger erbsenartigen leuten würde man erwarten, dass sie hier den wald begehen und sich in den stausee stürzen. leider ist das nichts für mich. zu heiß, zu wild. das erstere käme eventuell in frage, wenn es durchgehend unter 30 grad hätte. stausee ist gar nicht. ich sollte mich nicht immer wieder von bezaubernden bildern berücken lassen: in echt sind mir stauseen unheimlich. und wildbaden mag ich auch nicht. genausowenig im schwimmbad (außer bad vöslau).

in wirklichkeit geht nur haus am see, alluvialer see mit klarem blauen oder mit klarem grünen wasser, darf kalt sein. dazu ein zivilisierter einstieg ins wasser. am liebsten gemauerte stufen. so. das muss ich jetzt nur noch finden für den nächsten sommer. der dann vermutlich wieder zu kühl zum baden ist. dafür sommerfrische.

Montag, 5. August 2013

gewitter











gestern gabs hier gewitter. nicht sehr arg, aber mit tollem himmelskino danach.

außerdem tausende minikröten, die im regen über den riesigen parkplatz wollten. ob das babykröten waren, oder eine art zwergkröten? babykröten, sagt die rezeption. die wohnen hier in den wiesen.


Freitag, 2. August 2013

kulturnatur

das, was ich unter natur verstehe, ich muss es zur kenntnis nehmen, ist eigentlich kultur. 


mein navi hat mich nun mit der bitte um die kürzesten wege durch genau die wälder geführt, nach denen meine sehnsucht geht. allein: das ist sorgsam bewirtschafteter waldbestand. das totholz schön weggeräumt, windbruch bereinigt, nutzholz säuberlich am waldrand gestapelt. forstwege wohlbestellt. 

die idee, in einen der romantischen teiche zum schwimmen zu steigen, habe ich sogleich verworfen, als ich die äußerst zahlreichen ureinwohner undeutlich im schlammfarbenen wasser herumwuseln sah. ich nehme an, das sind die berühmten waldviertler karpfen. diese stolze schautafel hat mir gezeigt, dass es nicht mein furchtsames städterinnenherz war, das mir riesenfische vorgegaukelt hatte.


leider fehlt mir mittlerweilen auch jede routine, mal en passent unterwegs ins wasser zu springen. hab keine ahnung, wie der kleiderwechsel gehen soll und hab beim einstieg über die kleinste böschung angst um meine knie, und dass ich es nie wieder raus schaffe. von wegen in würde altern...



Mittwoch, 31. Juli 2013

gt

gt im zusammenhang mit autos bedeutet grand tourisme. das hat mir mein vater mal erklärt, als ich ein kind war. und er redete auch was von weiten fahrten überland auf leeren straßen, die es erlaubten in der kurve die ideallinie zu finden. ich glaube, das ist alles herrenfahrerspeak aus der vorkriegszeit. aber beim herumkutschieren hier oben ist es mir wieder eingefallen. es ist wirklich eine freude, hier durchs land zu gondeln.  

man ist viel allein und sieht auf jeder dritten kuppe am straßenrand ein kreuz, das für einen gepflanzt wurde, der hier umkam. vermutlich jeweils ein junger mensch in seinem ersten auto, der sich vor lauter spaß in den auswirkungen der geschwindigkeit auf die fliehkraft und die bodenhaftung verschätzte. ich nehme das als mahnung.

auf der strecke, die ich zum stift altenburg befuhr, wurden mir zu den gefahren der physik noch andere gefahren per verkehrsschild angezeigt:
ein hirsch, ein panzer, ein flugzeug, laserstrahlen. letzteres war mir neu, und unheimlich. man erkennt unschwer, dass der weg am truppenübungsplatz vorbeiführte. auf der anderen straßenseite schilder mit der aufschrift landschaftsschutzgebiet. man bemerkt keinen unterschied. natur pur auf beiden seiten.


was mir auch auffällt: sehr große trucks, gerne auch mit anhänger, deren fahrer ebenfalls auf den flügeln des gt auf diesen doch nicht sooo breiten landstraßen einherpreschen. dazu hinter mancher kurve ein haushohes landwirtschaftliches gefährt, das die ganze straßenbreite einnimmt, im schritttempo.

Dienstag, 30. Juli 2013

hochwald


ich bin wegen des hochwalds hier. diese vorliebe datiert vermutlich von meinem frühen kinderglück im mühlviertel, wo der böhmerwald für katherdralenartige waldeinsamkeit sorgt. das waldviertel hatte ich auch so in erinnerung. 

den gestrigen nachmittag hab ich also mit der suche nach dem hochwald zugebracht. mehrmals hab ich meinen vater wegen des erb-autos gepriesen. 

schließlich hat mich eine umleitung in einen richtigen hochwald verbracht. den einzigen weit und breit, sagte mir der wirt, der mir den weg wies. der hochwald vom grafen, sagte er mit einem gewissen stolz in seiner ansonsten traurigen gebärde. 


möglicherweise können nur mehr grafengeschlechter die vielen generationen zeit aufbringen, die es braucht, damit ein hochwald zustande kommt. 

ich bin gespannt, ob es weiter oben im waldviertel noch mehr solcher richtiger wälder gibt. hier herum sind die wälder jünger und so dicht, dass man gar nicht zwischen die bäume treten kann. ausser als zwerg, elf, wichtelmann, fuchs oder hase natürlich.


waldviertel

anfang der 80er jahre war ich - neu in wien - gleich mal dabei in der kolonisierung des waldviertels durch die urbane avantgarde. allerdings hab ich mich dort nicht niedergelassen. es war mir zu wild, um es euphemistsch zu sagen. für ein halbwegs zivilisiertes klo musste man schon ziemlich weit fahren. man merkte, dass die region in einem nicht ganz freiwilligen dornröschenschlaf lag, so dicht am eisernen vorhang zur damaligen  tschechoslowakei.

das letzte mal war ich kurz nach der öffnung dieses vorhangs da. in den über zwanzig jahren seither hat sich einiges getan, wie ich feststelle. 

grad hab ich die kurze unterbrechung der hitzewelle genützt, um mir ein paar dinge zu besorgen im nahe gelegenen zwettl, und die kunsthistorikerin in mir hat das auto natürlich zuerst mal zum stift zwettl gelenkt. 

ich bin entzückt. es war natürlich immer schon eine schöne anlage. aber jetzt ist es ganz bezaubernd. vor allen die gärten tragen das ihre zu diesem zauber bei.

Montag, 29. Juli 2013

geräuschkulisse

in meiner herrlichen sanatoriumsartig angelegten sommerfrische, heuer mal im waldviertel, liege ich im endlich auffrischenden westwind auf meinem großzügigen westbalkon und lausche der  geräuschkulisse: 

blätterrauschen, vogelgezwitscher, grillenzirpen. dies ganz nah, denn rundum entfaltet sich eine parkartige waldlandschaft. 

irgendwo unsichtbar unten liegt der stausee, vom dortigen kraftwerk manchmal brummen. 

dazu heute montagsschwerverkehr von der mittelfernen böhmerwaldstraße (davon war bisher bei windstille bzw. ostwind und wochenende natürlich nichts zu hören)

jetzt zur mittagsstunde gewürzt mit einer einzigartigen melange: von norden geschützdonner vom truppenübungsplatz, wo krieg gelehrt wird. von süden kirchenglocken aus dem ort.

gestern sonntag statt geschützdonner blasmusik vom frühschoppen.

was will man mehr als stadtmensch.

Mittwoch, 17. Juli 2013

wow

mir fällt seit einiger zeit auf, dass manche frauen unglaubliche wimpern spazieren tragen. lang, dicht, eigentlich schon wieder zuviel des guten. aber andererseits ganz offensichtlich nicht angeklebt, sondern selbst gewachsen. ich gebe zu, ich scheue mich nicht davor, bei mitreisenden im öffentlichen verkehr, oder bei der zahnarzthelferin oder bei der kassiererin genau hinzusehen. bis jetzt musste ich immer an miss piggy denken bei dem anblick.

bildquelle

neulich in linz war ich im auftrag meiner mutter in deren schicker apotheke und sehe in vorderster front am verkaufstisch ein display, das mir gegen 99 euro unendlich lange wimpern und volle augenbrauen verspricht. anzubringen sei das elixier wie ein lidstrich. es sieht auch so aus. nur farblos.

auf meine nachfrage erklärt mir der apotheker, ja, das wirke wie die hölle, man hätte binnen kurzem mit haarpracht zu rechnen. das ganze sei entwickelt worden, da heftige wimpernvermehrung als nebenwirkung bestimmter augentropfen in erscheinung getreten sei. der wirkstoff sei prostaglandin, die augenkrankheit grüner star.

soll ich mir jetzt zu den originalgetreuen zähnen auch meine alten augenbrauen nachwachsen lassen, deren fast völligen verlust ich seit einigen jahren beklagen muss?


Dienstag, 9. Juli 2013

geschafft


hier die dübel, die mittlerweile meine neuen hübschen provisorischen zähne halten.

eure guten wünsche und die einfühlsame begleitung durch eine freundin haben ganz wunderbar gewirkt:

zu meinem eigenen größten erstaunen lief die sache rasch und völlig schmerzlos ab. die ganze aktion zähne raus - schrauben rein hat grad mal eine stunde gedauert. dann hab ich zu hause drowsy ein paar stunden auf die neuen provisorischen zähne gewartet. in dieser zeit hats einmal ein bissl weh getan, eher brummschädelmäßig als zahnwehmäßig. dann war auch schon der vorgeschriebene zeitpunkt für eine schmerztablette gekommen, und von da an hats nie mehr weh getan. schon die erste nacht ohne schmerzmittel. ich bin fassungslos vor erleichterung. 

die neuen provisorisch angeschraubten zähne sind ziemlich genau so, wie mein jugendliches gebiss war, bevor ich durch die jacketkronen aus den 90ern verschönert, aber meiner ansicht nach auch entstellt wurde. das heißt, ich erkenne mich jetzt endlich wieder und fühl mich um 20 jahre jünger. auch seh ich wieder, dass ich zu meiner familie gehöre. die zahnstellung passt. sehr schön.

nun soll ich einen ruhigen sommer ohne große anstrengungen leben, damit das alles gut einheilt. was kann mir besseres passieren, als endlich mal mein ganz normales leben im ärztlichen auftrag zu leben.

der auftrag für die ersten tage nach der op war noch toller: keine anstrengungen und viel eis essen. herrlich!

Sonntag, 2. Juni 2013

frühlingsgefühl


ich bin ja eine zimmerpflanze, durch und durch. dennoch pflege ich naturnähe. die jahreszeiten erkenne ich z. b. daran, dass ich auf bestimmte bettwäsche und dazugehörige musik lust bekomme. irgendwann ende mai, anfang juni ist es immer die altmodische blumenbettwäsche und der soundtrack aus 'sense and sensibility', der film mit emma thompson und kate winslet aus den 90ern. 
dazu gibt es jedes jahr einen herrlichen blumenstrauß aus dem garten einer freundin. und heuer als draufgabe noch eine wunderrose, die mir die frau geschenkt hat, die ich als cheerleaderin für mich engagiert habe, damit ich meinen bürokram erledige. die blume kommt aus dem laden, der auch die räume des bundespräsidenten mit blumen beliefert, sagt sie.

also alles in allem ist bei mir zuhaus frühling wie jedes jahr. draussen eher nicht.

Donnerstag, 30. Mai 2013

renovierung 2

offenbar liege ich im trend mit renovierungsprojekten. als ich montag von linz zurück kam, konnte ich mein zeug direkt vor dem haus ausladen, da wegen kurz bevorstehendem parkverbot alles frei war. das parkverbot war unbefristet. an der haustür fand sich ein erhellender aushang.
pünktlich und gnädig erst um acht am nächsten morgen höllenlärm auf der straße. binnen zweier tage alles paletti. so solls mit meinen zähnen auch gehen.