Donnerstag, 20. Dezember 2012

pech

während ich im allgemeinen ein glückskind bin, gehöre ich doch zur generation derer, die pech haben, was die zuteilung von sitzplätzen in den städtischen öffis betrifft. als ich ein kind war in den 50ern und 60ern musste ich wie alle kinder meinen sitzplatz älteren personen überlassen.
diesen impuls trage ich mit ende fünfzig immer noch in mir. zumal ich heute meist ohnehin keinen sitzplatz kriege, weil jeder von kampfmüttern, -lehrerinnen und -kindergartentanten für ihre kinder aller altersstufen reklamiert wird.
junge erwachsene denken auch nicht dran, ungefragt aufzustehen, denn sie sind in ihrer selbstwahrnehmung vermutlich noch kinder, die ab den 70ern von ihren antiautoritären erziehungspersonen angehalten wurden
in den öffis stets zu sitzen.
ich halte mich mittlerweile selber zurück mit aufstehen für noch ältere, muss ich zugeben. und wenn ich sitzen will, hab ich gelernt zu jungen menschen zu sagen, bitte lassen sie mich hinsetzen. oft hat schon mein vorsatz das zu sagen die erwünschte wirkung.


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