Dienstag, 6. November 2012

memento

heute scheint hier die sonne und es verspricht ein strahlend goldner herbsttag zu werden. aber es ist november. und wann, wenn nicht jetzt soll ich dieses memento mori posten.



ich habe es in der sommerhitze in der wiener michaelerkirche entdeckt. es stellt eine frau dar. ihre barocke grabplatte ist innen in der kirche in einem seitenschiff an der wand  eingelassen. man findet sich aug in aug mit dem zierlichen, wunderschön gearbeiteten totenkopf, der keine zehn zentimeter hoch ist.

in diese kirche flüchte ich oft, wenn ich zu bald dran bin für meinen  massagetermin und der witterung entkommen will. zu heiß, zu kalt, zu windig, zu nass draußen, schon bin ich in der kirche. und immer wieder entdecke ich neues. und fühle mich verjüngt, weil ich mich nur in meiner studienzeit als kunsthistorikerin so intensiv mit kirchen beschäftigt habe. und alte katholische kirchen sind fundgruben für die seltsamsten - und oft genug unheiligsten - dinge.

Kommentare:

  1. kirchen schätze ich auch sehr als ausruh- und kraftplätze, wenn es gerade kein kaffeehaus sein muss. finde da oft die hübschesten engerln oder sonstiges. totenköpfe sind bei mir auch beliebt.
    liebe grüße in deinen november
    ingrid

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  2. mhm, ich geh auch kraftplatzmäßig ran an kirchen, das funktioniert eigentlich fast immer - manchmal auch in richtung dunkle kräfte...
    lg u

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