Montag, 19. November 2012

männermoden 5

kurze vorbemerkung: wie schon in den kommentaren angedeutet, bin ich ja sonst nicht so dafür, dass frauen ihre energie mit dem thema männer verschwenden. einzige ausnahme: wenn's lustig ist, ein gewisser eros in der luft liegt und es richtig freude macht. ich hoffe, dazu kann ich weiter beitragen:

also, mein beautiful smile verdankte sich der musik, die mir von meiner liste feel good vom kultobjekt via ohrstöpsel in den kopf floss - und offenbar funktioniert die indikation. jedes mal fühl ich mich herrlich, wenn ich mir diese liste mit zufallsgenerator reinzieh, während ich so rumgeh in der schönen stadt. und offenbar trage ich da ein lächeln zur schau, das im übrigen viele leute ermutigt, im vorbeigehen zurück zu lächeln. bei mir führen die kopfhörer eher zu mehr kontakt als zu weniger, kann ich nach fast einem jahr behaupten.

was nun die begegnung mit dem herrn, der gegenstand des letzten posts ist, betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob er nicht der fraktion der - wenigen - irritierten männer zuzuordnen ist, mit denen ich über das kopfhörer tragen in kontakt geraten bin. meine these: sie mögen nicht, dass sie nicht im mittelpunkt des weiblichen interesses stehen. falls dem so war, hat jedenfalls dieser hier das auf eine sehr charmante weise abgetestet. ich habe auch schon rüde varianten erlebt.

nun aber zum wahren helden meines lächelns:

george harrison, der schönste beatle aus meiner sicht
ich war eher beatles als stones fan in meinen spätkindlichen 60ern, die beatles waren wohl irgendwie ansprechender für mich als vorsexuelles mädchen. vor den stones hatte ich angst. dazu fand ich die mitglieder beider bands nicht sehr attraktiv. überhaupt waren einige der damaligen popstars für mich optisch ein schrecken, während ich die musik liebte. in den 70ern hat sich mein spektrum erheblich erweitert.

while my guitar gently weeps ruft in mir wunderbare erinnerungen an mein erstes semester in graz hervor, als ich mich nach einem jahr gefangenschaft im amerikanischen mittelwesten meiner errungenen freiheit gar nicht genug freuen konnte, und oft nächtens in einer studentischen spelunke diesen song in der jukebox abrief und dazu käferbohnensalat mit kernöl und ein achtel rot genoss, nebst enorm vieler smart export. da muss eine ja selig lächeln, wenn sie den song hört.

hier eine andre gitarre, die ein lächeln in mein gesicht zaubert. das ist schon echtes 70er feeling für mich. die männer sind auch alles andre als schön, aber die intro ist einfach göttlich - für mich halt.

the eagles

ein weiteres lächeln kriege ich bei elton johns rocket man. dass der nicht schön ist und nie geworden ist, wissen wir ja.


Kommentare:

  1. Genau das ging mir durch den Kopf - wieso haben wir eigentlich nie bemerkt, dass George der Schönste und der Gescheiteste war?

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    1. ich war sein fan von anbeginn. hat mir einfach am besten gefallen. die große liebe meines lebens aus den 70ern war dann auch von diesem typ :)

      das mit dem direkt antworten lern ich wohl nie...

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  3. schon seltsam, was die paar jährchen zwischen uns ausmachen: bei mir haben sich weder beatles noch stones so stark eingeprägt (- und -optisch-gefallen haben mir alle nicht!) musikalisch bin ich eher aus der ecke lou reed und david bowie sozialisiert worden. und zwischendurch vom "king of rock" - tanzenderweise, aber der war auch nicht mein typ ;-), doch seine stimme hatte das gewisse etwas...

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    1. ja,ich finde auch den unterschied zu den wenig jüngeren freundinnen ziemlich stark. das muss daran liegen, dass ich noch mitten in die fünfziger hinein sozialisiert wurde und ihr erst die sechziger so richtig wahrgenommen habt.
      velvet underground und v.a. bowie ist für mich erst in den 80ern interessant geworden - dann aber sehr :)
      elvis hab ich überhaupt erst zu den 90ern hin entdeckt - der war vorher zu altmodisch :)

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