Mittwoch, 31. Oktober 2012

obergrenze

während waldviertelleben in der wüste eine radikale gewichtsreduktion erlebte, bin ich mit meinem motto "mehr essen - leichter leben" wieder einmal an die obergrenzen meiner kleiderauswahl gestoßen. bemerkt hab ich das nun wirklich heute morgen, als ich versuchte, meine garderobe auf meine neuen schicken stiefletten abzustimmen. schuhe und handschuhe und schals sind ja, was die größe betrifft, unempfindlich. aber hose, wie jacke wie shirt hab ich aus alten beständen rekrutiert. modefarben kehren ja unter anderen namen gerne wieder. beim stil tendiere ich zum klassischen und so kann ich meine kleider über jahre und jahrzehnte retten, zumal es eine große auswahl an konfektionsgrößen gibt.
der boden auf den fotos ist in der wartezone der werkstatt, wo das auto grad reifenwechsel und pickerl kriegt.

Samstag, 27. Oktober 2012

verflixt - und zugenäht

wieder mal macht mir der autobesitz zu schaffen. diesmal habe ich den termin zum reifenwechsel und zur pickerlerneuerung juristisch und urlaubsmäßig perfekt getimt auf montag, also noch vor der winterreifenpflicht und in der kurzen feiertagswoche. immer noch in der werkstatt nahe linz, wo das auto eben herkommt, wo die reifen eingelagert sind, und die so nett und günstig ist - im gegensatz zu den mercedes-werkstätten in wien... termine mit mama in linz - bank, großeinkauf, etc. sind ausgemacht.

morgen wollt ich los. und genau pünktlich zu meiner fahrt kommt der erste wintereinbruch. die freundinnen und meine schwester, die schon ewig autofahren, meinen - ach, die autobahn ist eh gesalzen. der autofahrerklub sagt, juristisch ist es heikel, auch wenn noch keine winterreifenpflicht besteht, gehen sämtliche eventuell auftretenden kosten durch rutschunfälle dann zulasten des fahrzeughalters. die straßenmeisterei sagt, es ist der erste schneefall, es gibt auf der a1 zwischen wien und linz ein paar neuralgische steigungen und kurven, wo immer welche mit sommerreifen hängenbleiben und rausrutschen, wenns das erste mal schneit, salz hin oder her.

also fahr ich mit der bahn, mach die termine mit mami im taxi und hol das auto am mittwoch aus wien, wenns wieder 10 grad hat... vermutlich wirds dann probleme mit dem werkstatttermin geben. aber das ist mir gleich. ich fahr eh lieber mit dem zug. das auto kann derweil in der werkstatt wohnen, bis die nächste günstige wetterlage mir eine stressfreie heimholung ermöglicht.

ich merke, dass ich das auto sehr gern hab und auch gern fahre. aber dreißig autofreie jahre und das leben in der großstadt lassen autobesitz doch als extrem kostspielige hirnrissigkeit erscheinen. um die paar tausend euro im jahr kann ich lang öffentlich fahren, überhaupt seit es die in wien gibt...


p.s.: soeben erfahre ich von meiner mutter, dass sie ohnehin bis mitte nächster woche das haus nicht verlassen kann, da der lift kaputt ist. das trifft sich gut - dann müssen unsere termine ohnehin warten. wenn man innerlich eine drucklösende entscheidung getroffen hat, kommt oft von außen ein ereignis, das diese entscheidung anderweitig realisiert. ist mir schon öfter aufgefallen. zufall, zauberei.



Montag, 22. Oktober 2012

absonderlich

hier also noch die weitere flohmarktbeute - die absonderliche rosa glasvase. ich habe offenbar ein faible für durchsichtige vasen. keine ahnung, wieso, da sie unschöner weise sofort zeigen, wie das blumenwasser sich eintrübt. angeblich trübt es sich sogar in glasvasen schneller ein, weil die kleinen wassertiere, die dafür verantwortlich sind, auch das licht lieben, das sie so kriegen. am wenigsten mögen die vasen aus metall, worin die blumen angeblich am längsten halten.

unschlagbar sind manche substanzen, die mit den blumen als zusatz fürs blumenwasser mitkommen (pulverbriefchen oder flüssigkeiten in kl. plastikschläuchen), die vermutlich antibiotika sind, denn da bleibt das wasser die längste zeit komplett klar und die blumen halten ewig.

für Ich will...

Sonntag, 21. Oktober 2012

gekämmt

gestern bin ich nach langer abstinenz in einen flohmarkt gestolpert, den wohltätige damen in einem lauschigen innenhof hier um die ecke ausgerichtet haben. ich selber war bezeichnender weise auf dem weg von einer müllinsel zur anderen, da sich bei mir wieder mal plastik, glas und metall in ausreichender menge zur entsorgung angesammelt hatte.

dennoch - oder vielleicht um den gewonnen platz zuhaus gleich wieder zu füllen - erstand ich neben einer absonderlichen rosa glasvase auch zwei seidene trachtentücher. die letzteren hab ich gleich gewaschen - die geister der vorbesitzerinnen ausschwemmen. hier kann man sehen, dass es nicht nur beim friseur einen vorher-nachher-effekt geben kann.

nach dem waschen
nach dem kämmen und bügeln

Montag, 15. Oktober 2012

santa

na sowas! ich geh arglos auf dem gehsteig, als hinter mir ein helles klingeln ertönt. ich mache platz und der da überholt mich recht flott. an der kreuzung hol ich ihn ein und bitte um ein foto.

Montag, 8. Oktober 2012

schuhe

da zieht es dir die schuhe aus - so sagt man hier, wenn etwas besonders toll oder besonders furchtbar war. auf wienerisch: do ziagts da die schuach aus!


so geschehen offenbar mit dem früheren inhaber dieses paars schwarzer treter. die position direkt am ausgang des mir eng benachbarten swingerklubs lässt raum für interpretationen sowohl in die eine, als auch in die andere richtung. das einzige, was ich ausschließe, da ich es noch nie beobachten konnte: dass ein passant, der zufällig vorbeigeht, von der anziehungskraft des etablissements rücklings erfasst und staubsaugerartig eingesogen wurde.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

inkorrekt

es ist jeden herbst das gleiche: ich will unbedingt erdnüsse. am liebsten natur, oder in bitterschokolade.

letzteres gabs früher in form von großen tafeln mit dicken rippen. man konnte sie sogar offen rippenweise kaufen. diese schokolade trug einen heute aus gründen der political correctness nicht mehr verwendbaren namen - die älteren semester kennen den vielleicht noch. ich kann das nicht mal mehr hinschreiben, ich wills nicht schreiben, nicht sagen und auch nicht hören oder lesen.

was ich aber furchtbar finde, ist dass scheinbar das produkt mit dem namen dahingeschieden ist. es gibt diese schokolade einfach nirgends mehr zu kaufen.

glücklicherweise haben wir hofer (=aldi). die bieten in dieser jahreszeit ein äquivalent: erdnussberge in schokolade getunkt. die form ist alles andere als appetitlich, der name erdnuss-häufchen würde besser passen. aber berge sind wenigsten politisch nicht diskriminierend. und es schmecken die bitterschokoladigen häufchen fast so wie die ausgestorbene leckerei.