Freitag, 20. Juli 2012

eskalation

in meinem haus gibt es viele wohngemeinschaften junger fitter menschen, die sich im politisch grünsten bezirk von wien gerne und vorwiegend mit dem rad gegen einbahnen und auf bürgersteigen fortbewegen, sofern sie die räder nicht irgendwo ablagern müssen, weil sie z.b. in der nacht auch manchmal zuhause schlafen. man erinnert sich ja, wie das bei einem selber war.

nun gestaltet sich die ablagerung der räder wie hier ersichtlich. da es verboten ist, die räder in der einfahrt an die wände zu lehnen und im hof kaum platz ist, stapeln sich die räder praktisch und erschweren den durchgang zum stiegenhaus.

vor allem bei schneelage ist der abstieg in den hof, den man über verschneite räder hinweg durchqueren muss, recht halsbrecherisch. wenn ich knie- oder fußweh habe, frage ich mich dann, welches rad sich wohl am ehesten zum abseilen eignet.

daher gibt es beschwerden der nichtradfahrenden hausparteien bei der hausverwaltung, die dann auf die zwei (2) radständer - also für 2 räder - im hof, sowie auf den abstellraum für räder und kinderwagen im keller verweist; und darüber hinaus noch feuerpolizeilich droht.

zu diesem sehr kleinen abstellraum gelangt man über die hier sichtbare treppe rauf, und dann eine doppelt so lange enge gewundene treppe runter, und dann durch eine versperrt zu haltende kellertür, und dann noch über gefühlte 2 km lange enge gänge im keller, nur um festzustellen, dass dort alles mit verlassenen rädern voll ist.


daher hat die aktuelle radfahrende belegschaft also dieses treppen-geländer-und-hof-vollstell-system entwickelt.

anscheinend hat nun jemand von der gegenpartei zur vandalisierenden selbsthilfe gegriffen und lässt die luft aus diesen rädern.ich hab selber die ausgerissenen ventile rumliegen gesehen.

das hat natürlich die radler, die sich ja aus ihrer sicht auch in einer notlage befinden, dazu bewogen, im lift diese schriftliche drohung zu veröffentlichen:


ich bin jedenfalls froh, dass ich nächstens für ein paar wochen verreise ...

Kommentare:

  1. ich würde ja eine art gegendarstellung vor der abreise anbringen.
    ich bitte folgendes zu beachten:
    von dann bis dann bin ich verreist und somit für eventuelles luftablassen NICHT verantwortlich.
    unterschrift
    nachsatz in kleinstschrift: meine wohnung wird derweil videoüberwacht!
    jaja, mitmieter und vermieter, ein schier unerschöpfliches thema
    gruß
    m.

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    1. ich hab sowas noch nie erlebt. ich glaube aber nicht, dass ich in verdacht stehe.
      ich würde auf den zettel gern schreiben: was wird passieren? (bezüglich des angekündigten "blauen wunders", damit die merken, was sie da von sich geben.)
      aber ich werd's unterlassen um nicht doch noch in verdacht zu geraten :)
      eigentlich ist es nämlich ein angenehmes klima hier im haus.

      lg in den norden!
      u

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  2. blaues Wunder - klingt vielversprechend...
    Vielleicht sollst du deine Wohnung als Fahrradparkplatz vermieten, während du weg bist?

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  3. Das mit den Rädern hab ich mir auch schon öfter gedacht, jedesmal, wenn ich dran vorbei gehe. :-)

    LG, Christine M

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