Sonntag, 18. Dezember 2011

lichtlein


erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. dann steht das x-kind vor der tür. heuer lässt es sich ja noch maximal zeit nach dem vierten lichtlein. das trägt vermutlich auch zu meinem beschaulichen advent bei.

hier jedenfalls meine heurige adventkranzabwandlung mit mistelzweiglein, gebracht vom roten x-vöglein.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

nachttexte

wie hier in den kommentaren schon angemerkt, träumte ich neulich folgende szene:

"die raumstation vega wurde von außerirdischen besetzt. die außerirdischen wurden vernichtet." dieser text drang in meinem traum aus dem traumradio. meine freundin m. und ich sahen uns an und verdrehten die augen. im traum.

heute nacht erwachte ich von folgenden worten, die ich im traum zu jemandem gesagt hatte:
"ich habe einen gott, dem ich ins gesicht schauen darf."

c. g. jung hatte die theorie, dass sich das unbewußte kompensatorisch verhält, wenn das bewußtsein zu einseitig ausgerichtet ist. vermutlich ist es das, denn ich pflege bewußt nur umgang mit göttinnen.

ich lag dann halbwach und wohlig in meinem bettchen in der finsternis und gedachte ohne mein bewußtes zutun der kuh yvonne. eine angelegenheit, die sich wohl zwischen bewußtsein und unbewußtem abspielte. jedenfalls freute ich mich für sie, dass sie nun mit ihrer wilden aktion den prinzen bekommen hat. sie lebt ja jetzt in saus und braus und in größtem luxus mit michael aufhauser zusammen:



plötzlich dachte es in mir in der nacht: wo sind eigentlich die hörner hingekommen? ich glaube, die kuh yvonne hat noch welche. aber was ist mit den vielen hornlosen kühen? zu meiner kinderzeit hatte noch jede kuh hörner und man konnte für heilige anlässe blumen und reliquien dran aufbauen.

irgendwann bin ich wohl drüber wieder eingeschlafen.

also frage ich jetzt, wach, die spezialistinnen: wo sind die hörner hingekommen?

Dienstag, 13. Dezember 2011

glanz


und glitzer. ich liebe das sowieso. aber vor weihnachten wird diese präferenz kollektiv in einer weise bedient, dass es auch mir manchmal schon zuviel geworden ist.

nicht so heuer. irgendwie gelingt mir eine beschauliche vorweihnachtszeit. wenigstens bis jetzt. ich genieße es, abseits der dichten ströme durch die geschäfte und märkte zu schlendern. wie sich das ergibt heuer. wunderbar.

gleichzeitig hab ich das gefühl, dass ich mich im auge des taifuns bewege. manchmal höre ich in die nachrichten oder leute drüber reden und denke: bald geht die welt unter. dahingehende tv diskussionen, wo irgendwelche auguren ihre mehr oder minder düsteren prognosen abgeben umschiffe ich weiträumig.

ich glaube, falls je die welt untergeht, dann an massenhysterie. zu tod gefürchet ist auch gestorben. in irgendeinem teil unsres hirns sitzt leider der automatismus aus urzeiten, der den blick hypnotisch auf gefahren lenkt. und deshalb sind medien, die schlechte nachrichten bringen, die erfolgreicheren. und so spirialisiert sich das mit dem fortgang der technik in immer geschwinderen runden.

kann irgendwer das wort "schuldenbremse" noch ernst nehmen?

Montag, 5. Dezember 2011

endlich

endlich wieder programm am himmel. nach wochen der langweiligen hochnebel endlich wieder farbe und bewegung. wenn auch hinter gittern.

eine hilfe, um das gitter auszuhalten, ist die erinnerung an den film "der kontrakt des zeichners" von peter greenaway. übrigens auch ein englischer heimatkrimi. dort sitzt der zeichner zwecks genauer wiedergabe seines landschaftsmotivs hinter so einem gitter - eine seit der renaissance gebräuchliche hilfskonstruktion um die perspektive naturalistisch hinzukriegen. aufgrund dieses rasters fällt dem zeichner meiner erinnerung nach auch eine veränderung im bild auf, die zur lösung des kriminalfalls führt.

für zweckdienliche hinweise auf wohnungen mit freiem blick in guter lage in wien bin ich immer dankbar.

Freitag, 2. Dezember 2011

maßgeschneidert

gestern war der mann von der hausverwaltung da und hat den kühlschrank vermessen. besser gesagt, die drei dinge der innenausstattung, die hin sind. ich bin ehrlich gespannt, ob die das selber schnitzen wollen?

ich habe die gunst der stunde genützt um gleich noch ein backblech für das ohnehin feinbacktechnisch unbrauchbare gasbackrohr anzufordern. das vorhandene blech ist aus alu und dehnt sich aus, wenns heiß wird. es macht einen knall und ab da kann mans nimmer rausnehmen und muss das was draufliegt irgendwie anders rauspraktizieren...

ich freu mich aufs nächste kapitel. die genugtuung reicht aber nicht, mich über die hasenstalloptik des taubengitters hinwegzutrösten.