Dienstag, 4. Oktober 2011

erinnerung

ich muss das jetzt endlich mal schreiben: die 'zeit im bild' kommt hdtv über den bildschirm, der kanzler faymann spricht heraus. und ich frage mich, seit werner faymann unser bundeskanzler ist und man ihn alle end lang in den medien hört und sieht, an wen er mich so ganz tief drinnen erinnert. und zwar in seiner rede, in seiner haltung, einfach überhaupt. es ist eine angenehme, ein klein wenig aufregende erinnerung.

mit diesem eintrag erreiche ich vermutlich nur das mitgefühl eines sehr eingeschränkten leserInnenkreises, nämlich diejenigen, die im österreichischen fernsehen den kasperl angeschaut haben als kinder. und zwar die ab 1957 laufenden folgen von kasperl und pezi.

jetzt ist es klar: werner faymann hat pezi nachhaltig in sich aufgenommen. pezi ist praktisch der archetyp, dem das schicksal des kanzlers folgt, würde c. g. jung sagen. ewiges pezitum die lebensphilosophie des mannes.

ob sich faymann als kanzler ebenso lange hält, wie pezi beim kasperl? wer weiß, wieviele ihn wählen, weil sie als babys auf pezi geprägt wurden wie die graugänse auf konrad lorenz. unabsehbare folgen.

Kommentare:

  1. meine güte, hast du das schön gesagt.
    trotzdem drehe ich den fernseher ab, wenn der pezi kommt, aber das mache ich bei fast allen politikern. halte schlicht und ergreifend die körpersprache nicht aus.
    und den kasperl mit dem pezi hab ich auch nicht besonders gemocht, am ehesten noch das krokodil.
    liebgrüßt
    ingrid - waldviertel

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  2. herrlichster Vergleich. War zwar etwas vor meiner Zeit, aber ich hab jetzt so schöne Bildchen im Kopf - und wenn ich den Faymann das nächste Mal im Fernsehe sehe, denke ich sicherlich an Pezi. Aber ich denke der Herr wird sich nicht so lange am Bildschirm oder auf der Bühne halten können, wie Pezi es tut. Trotz deiner netten und doch sehr wahrscheinlich klingenden These

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  3. Oh wie wahr, ich gebe Christina recht, der wird sich nicht so lang halten!
    Liabe Grüße aus dem Waldviertel
    Silvia-Maria

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