Dienstag, 2. August 2011

schweigen

gerade mal der dritte tag und das schweigen entfaltet seine wundersame wirkung. alles wird langsam und klar. die freundlichen berliner am steg haben verstanden, dass ich - noch - nicht konversieren kann. jedenfalls nichts was über grüßen, bitte und danke sagen hinausgeht. evtl noch eine bemerkung zum wetter und zur temperatur des sees.

heute hab ich schon vergessen, das handy mitzunehmen. was für eine köstliche freiheit.

auf kostspieligen umwegen habe ich dieses foto vom ersten abendbesuch am see ins netz gebracht, das meine aufsteigende ruhe gut darstellt:


das erste buch ist ausgelesen - der sommer ohne männer von siri hustvedt. war gut zu lesen. dennoch bin ich einigermaßen befremdet, welch  symbiotische ehen meine amerikanischen lieblingsautorinnen offenbar sehr gut kennen. bei j.c.oates hat das buch über ihre witwenschaft nach raymond smith diese tatsächliche gegebenheit eröffnet. bei s. hustvedt befürchte ich was ähnliches betreffs herrn auster. aber wer weiß, vielleicht bin ich nur auf die ich-erzählerin hereingefallen. jedenfalls  verlieren beide, jco und die heldin von  s. hustvedt über der tatsache, nach  einigen jahrzehnten ehe plötzlich ohne mann dazustehen, vorübergehend den verstand.

ich hingegen gehe zum nächsten buch über. alles muss frau ja nicht selbst erleben, glücklicherweise.

1 Kommentar:

  1. Ach, das liest sich alles gar bonfortionös erholsam bei Ihnen, Frau Noschoko. Ich erhole mich gleich mal fernmit.

    Sie sind am Wolfgangsee, nicht wahr? Ich habe neulich eine ganz bezaubernd eckige Revue-Operette namens das "Weiße Rössl" in der Komischen Oper in Berlin gesehen. Gar nicht heurigenselig, sondern sehr weill-brechtig.

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