Freitag, 4. März 2011

gwirks

heute war mir wieder schwach zumute - so, wie ich es schon mal hatte, nach meiner erkältung. mein armes herz! bei allem trost setzt ihm wohl doch auch der gram schwer zu. es geht mir gut und gleichzeitig bin ich traurig, ich bin froh und gleichzeitig voll schmerz. eine verwirrung der gefühle. das wird wohl noch eine zeit so gehen.

dazu bin ich seit jeher wie ein barometer für die zustände anderer leute. es würde mich nicht wundern, wenn meine mutter mir heute abend am telefon über ein schwummriges gefühl am vormittag berichten würde. diese eigenschaft, nämlich die körperlichen und stimmungsmäßigen verfassungen anderer leute selber zu spüren, ist in meinem beruf sehr hilfreich. da erleide ich auch nie verwechslungen und weiß immer (oder wenigstens fast immer), was meins ist, und was eine information über den zustand des klienten ist.

aber mit nahestehenden menschen komme ich dahingehend gern ins gwirks, österreichisch für: verstricke ich mich gerne. habe ich nun herzprobleme oder meine mutter? sie hat jedenfalls welche, das weiß man. aber ich eben vielleicht auch schon, wer weiß.

jedenfalls bin ich ziemlich froh, dass mittlerweile die spiegelneurone entdeckt wurden. ich bin aus eigener erfahrung sicher, dass diese neurone auch über jede distanz hinweg informationen aufnehmen, wenn man mit jemandem eng verbunden ist. gar mit den leuten, mit denen man die dna teilt. jedenfalls lassen sich die "medialen anfälle" so am besten erklären.

p.s.: keine spiegelneurone heute - mütterlein fühlte sich bestens, wie ich eben erfahre.

Kommentare:

  1. ...und schließlich sind wir sowieso alle mit allen und allem verbunden...

    und dass man sich schwach fühlt, wenn grad ein nahestehnder Mensch gegangen ist, ist auch klar.
    da passiert auch viel mehr, als wir glauben, wenn jemand aus dem Fam.system geht....

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  2. ja, das stimmt. wer spricht hier so klug aus dem off?

    lg u

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