Donnerstag, 13. Januar 2011

gelandet

sehr bequem und praktisch
irgendwie außerirdisch mit ihren raumschiffbeinchen, meine neue polsterbank. das erste möbel, das ich anschaffe, das ich nicht allein werde wegtragen können. das war bislang meine maxime, die jedes stück erfüllen muss, das mir ins haus kommt.

tatsächlich habe ich die letzten umzüge aber schon alle per spedition gemacht. naja, was solls. ich finde die maxime trotzdem weiter gut. neulich ist mir sogar endlich eine provenienzhypothese eingefallen zu diesem seltsamen, scheinbar angeborenen prinzip:

da nichts in der ahnenkette auf flucht- und vertreibungserleben schließen lässt, hab ich mich immer gefragt, warum ich diesen entschiedenen hang zu dingen hab, die ich ruckzuck selber wegschaffen kann. und jetzt weiß ich es: das bäuerliche gesinde aus der mühlviertler vorfahrenschaft lebt genmäßig in mir weiter.

es war ja so, dass zu lichtmess, am 2. februar, das gesinde ausbezahlt wurde und entschieden wurde, ob die magd oder der knecht ein weiteres jahr am hof bleiben kann. falls nicht, dann tschüss, aber dalli. da war es wirklich wichtig, supergeschwind sein hab und gut auf den buckel binden zu können, um weiterzuziehen.

also soviel zu meinen versuchen, abartige eigenschaften doch noch irgendwie hinzuerklären und mir so das universum zurechtzureden.

Kommentare:

  1. ohh! ist die aber schön!!! als "alte farbspezialistin" kann ich nur sagen, dass du mit diesem farbton einen echten goldgriff getan hast! da ich derzeit alle möglichen abwandlungen von lila bevorzuge, hätte ich mich ebenso auf der stelle in dieses sofa verliebt! gratuliere!
    die weiterführende erklärung find ich plausibel und gar nicht abartig...
    lg und ein "tschüss - aber dalli" an die wuchernden bazillen!
    karin

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  2. die ist wirklich sehr elegant! Und deine Ableitung des "alles auf dem Rücken wegtragen könnens" finde ich geradezu bezaubernd. Bleiben ist auch schön.

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  3. Tolles Sofa - schöne Geschichte! Immer wieder spannend, mit welchen Erklärungen du aufwartest ...

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