Freitag, 26. November 2010

akklimatisierung

ich hab die kälte lieber als die hitze. nichts desto trotz hat mich der frost zum frösteln gebracht. ich meine dieses tiefinnere frösteln, wo man nicht sicher sein kann, ob daraus eine veritable erkältung wird. mal sehen.

brauchen kann ich das jetzt natürlich nicht. andererseits hat es mich dazu gebracht, gleich ein paar termine abzusagen, und die welt, sieh an, ist natürlich gar nicht zusammengebrochen.

statt dessen habe ich mich mit heißem milchkaffee mit honig in mein bettchen verfügt, mit einer mütze bis zur nasenwurzel und einem dicken wolltuch um hals und brust. und dann hab ich so getan, als sei ich krank. heizdecke unterm hintern eingeschaltet und nach dem kaffee solang gedöst, bis es mir richtig zu heiß wurde im bett. auch zum "kranksein" ist die wohnung wunderbar. als ich die augen aufmachte unter meiner mütze, sah ich draußen dunkel, und gleichzeitig dieses dünne gespinst aus leuchtender altrosa zuckerwatte am himmel, dass doch eigentlich schnee ankündigt. muss bald kommen. weiter im westen schneits schon.

jetzt ist mir wieder warm, nur ein wenig flau. wir werden sehen, ob der "als ob..."-zauber die viren getäuscht und befriedet hat.

1 Kommentar:

  1. manchmal braucht frau die auszeiten und wie du es beschreibst, klingt es nach krankseingenuss. zumindest kurzfristig kann das recht nett sein. ich wünsche dir, dass es solange dauert, wie du es magst.
    lg nach wien
    ingrid

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