Dienstag, 12. Oktober 2010

it-archäologie

mein blick fällt gerade auf eine schachtel cd-roms in hübschen bunten hüllen. sie warten darauf, als speichermedium eingesetzt zu werden. vielleicht erleiden sie dasselbe schicksal, wie die kleinen bunten floppies aus den 90ern, die auch noch unbeschrieben in der schuhschachtel mit der aufschrift "alte disketten" neben den beschriebenen ruhen, die ich nie mehr ansehen werde.

beim sortieren bin ich wieder auf allerhand computer-urzeitmaterial aus den 80er und 90er-jahren gestoßen. z.b. eben meine disketten vom allerersten apple-kastl. das war vielleicht ein netter computer. darauf hab ich endlich meine dissertation geschrieben. die alten apple-disketten mit der dissertation drauf hab ich seinerzeit mit dem ganzen übrigen material dem linzer stadtarchiv anvertraut.

überhaupt schreibe ich erst wirklich viel und gern, seit es computer gibt. schreibmaschine mit schnippseln und kleben oder überlackieren, igitt. hat mich zwar gelehrt, im notfall aufs erste druckfertig zu formulieren, aber ich genieß viel mehr die wunderbaren möglichkeiten, die die textverarbeitung über uns gebracht hat.

in den 90ern bin ich dann apple untreu geworden, privat, und hab meinen ersten laptop von ibm gekauft. den superkleinen mit der butterfly-tastatur. den hab ich noch und er läuft auch noch. ich bin auf pc umgestiegen, weil es mein abgedrehtes astroprogamm nur für pc gab. und genau dieses handgestrickte programm läuft auch noch da drauf. das ist so handgestrickt, dass das datenfenster für jahreszahlen mit der 2 statt der 1 an der tausenderstelle zu kurz ist.

seit diesem kleinen schwarzen ultracoolen ibm-schmuckstück bin ich den laptops treu geblieben - nie wieder ein standgerät.

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