Sonntag, 17. Oktober 2010

bücherpacken

soeben hat mir der FAZ-Analysator attestiert, ich schriebe wie georg trakl, daniel kehlmann und gestern das posting käme nach melinda nadj abonji. na, vielleicht sollte ich mich auch noch in die buchproduktion werfen. nach hörensagen ist das aber heutzutage ein teurer spaß, sofern man keinen bestseller landet.

wie immer. ich habe derzeit doch andere sorgen: nämlich zum ersten mal das gefühl, ich sollte mich von meinen büchern trennen. also natürlich nicht von allen, aber doch von recht vielen. irgendwie sehe ich in der neuen wohnung keine riesenbücherwände. und ich hab auch keine lust, wieder 1000 löcher in die altbauwände zu bohren, nicht mal bohren zu lassen. was tun?

zunächst großzügig aussortieren. dann den rest mitnehmen. und dann in kleinen dosen hier ablegen. um die ecke von der neuen wohnung. das ist ein zeichen. und das erscheint mir eine gebührende form, sich von jahrzehntealten identitätsmerkmalen würdig zu verabschieden.

soeben noch aus den tiefen des kellers aufgetaucht: die geschichte der arbeiterbewegung und des massenwohnbaus. zeugen meiner dissertation in einer riesen bücherkiste. mal sehen, was mit denen sein wird.

1 Kommentar:

  1. dieses sich von Büchern trennen kommt in letzter Zeit oft vor - vor allem von ollen Schinken! ist das jetzt schon ein erstes Anzeichen für das Sterben des Buchs? Kommt jetzt der iPad???

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