Montag, 11. Oktober 2010

aussortieren

derzeit bin ich im askesemodus - d.h. ohne schokolade und alkohol. dafür jede menge köstlichkeiten, die der erntedank so auf den tisch bringt: kürbis, ringlotten, trauben, zwetschken, frische datteln und feigen, walnüsse. göttlich. in solchen phasen frag ich mich immer, weshalb ich je anders genieße. naja, ich bin schon zu oft hinübergerutscht aus diesem glück der "natürlichen" ernährung in den luxus der prozessierten genüsse, als dass ich mir noch einbilde, das wird jetzt so bleiben. dabei fühl ich mich so wohl mit dieser vorwiegend vegetarischen, herrlich fruchtsüßen kost. ich koche und esse dann auch viel mehr (daher übrigens auch der blog-titel), als in den zeiten wo champagner, kekse und schokoladen die überhand gewinnen.

jedenfalls trifft nun die gewichtsabnahme, die ja sofort einsetzt, wenn alkohol, zucker und fleisch wegbleiben, zusammen mit dem entlastenden effekt des aussortierens vor dem umzug. ich glaube, das ist einer der gründe, warum ich mein leben lang gern umgezogen bin: ich entledige mich dann vor dem auszug aller dinge, von denen ich mich leicht trennen kann (und die dennoch nie den weg in den müll oder in die weitergabe fanden). beim einzug fliegt der rest der überlebten dinge raus, die ich nicht mehr neu einordnen will. das ist alles sehr entlastend. ich schrumpfe in jeder hinsicht auf meine wahre größe.

Kommentare:

  1. das klingt alles so gut - neue wohnung, neue menschin. wunderbar.
    lg ins sonnige wien
    ingrid

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  2. Irgendwie ist ja Abwechslung auch was belebendes! Klingt als wäre deine Phase eine gute, wish I could follow you there....

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  3. ja, wär gewiss super für deinen fuß, meine derzeitige ernährung.
    glg nach münchen
    u

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