Donnerstag, 9. September 2010

mittagssüppchen

seit gut 20 jahren koche ich mir fast täglich zu mittag ein süppchen. vornehmlich eine gemüsesuppe mit dem, was ich grad da habe.

die basis ist 1/2 l wasser. da kommt eigentlich immer ein schnitz zitrone, eine zehe knoblauch blättrig geschnitten und ein paar pfefferkörner rein. dazu salz. relativ selten ein halber gemüsebrühewürfel von cenovis dazu, oder wenn ich angst vor einer erkältung habe, ein halber würfel biohühnerbrühe und frischer ingwer, feingehackt oder in scheiben. kommt auf den rest an. also das ist die basis.

hier im vordergrund sieht man mehr schlecht als recht das heutige süppchen aus gelben fisolen, einer kleinen kartoffel und dillen. dazu eine putencabanossi in rädchen geschnitten. sah sehr hübsch aus, so gelb und rot mit grünen strichlein. eine kleine spitze von getrocktnetem chili gab noch eine wärmende note dazu. bindung erzeugte heute ein wenig sojamilch und olivenöl ganz am schluss (meist erst im teller beigefügt).


gegenüber die neue wg mit jungen menschen, die der alten dame nachgefolgt sind. unsere wg hat wieder mal die "wer macht als erster vorhänge auf?" frage mit einem gelassenen "wir nicht" ausgesessen. das ist uns irgendwie aus unsrer ersten extrovertierten wg-zeit auf dem dach an der mariahilferstraße in den achtzigerjahren geblieben. alle die dort je länger gelebt haben, machen auch heute noch keine vorhänge vor die fenster. den sichtschutz legen sich binnen spätestens drei monaten die nachbarn gegenüber zu. das ist die erfahrung.

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