Sonntag, 5. September 2010

himmelsblick

heimkommen, die zweite. da ich nun ja nicht auf die gstettn mit freiem blick über wien ziehen werde, bin ich hier wieder mal rauf ins kleine atelier auf dem dach gestiegen. darin hab ich die ersten jahre gewohnt, als der blick noch frei ging über die dächer. jetzt gegenüber: mauern. immerhin seit heuer offenbar doch bewohnt, da grüne pflanzen auf den terrassen zu sehen sind. wenn ich mich nah ans fenster setzte, hätte ich einigen himmelsblick bei leicht gehobenem kopfe. das muss fürs erste genügen.

besprechung mit den wg-kolleginnen ist angesagt. die, die oben wohnt, lebt nämlich eigentlich gar nicht mehr da, sondern mit ihrem liebsten. also sollte es durchaus möglich sein für mich, da rauszuschauen, wenn mir unten die stuckdecke mit den rosen auf den kopf fällt.

die rosenstuckdecken dürfen wir nicht selber ausmalen, wg. denkmalschutz. das haben sie aber wohl ein wenig spät verordnet, denn in manchen räumen versinken die schon gehörig in den farbschichten. ursprünglich, 1902, waren sie vermutlich bunt und mit blattgold.

ich muss um meines seelenheils willen sofort aufhören, mich über diese wohnung zu beklagen, auch wenn das heimkommen mit einkaufstaschen durch die langsamen touristenmassen uns alle immer wieder aggressiv macht. ist wie in der getreidegasse in salzburg, nur ist die straße breiter.

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