Mittwoch, 1. September 2010

heurigenseligkeit

hier lebte, wie ich schon angedeutet habe, in jedem zweiten haus ludwig van beethoven. dazwischen ist jeweils ein heuriger, was ihm, wie man hört, zupass kam. so auch mir.

heute ging ich hier hinaus, blunznglücklich, wenn man so sagen darf. soll heißen, ich bin einem tipp im standard, der zeitung für leserinnen, gefolgt und habe nach langem wieder den heurigen muth aufgesucht, der praktisch einmal umfallen von hier liegt.

und dort habe ich die meisterblunzn mit sauerkraut vom buffet geholt, mit hausbrot und einem gspritztn. was will man mehr nach einem anstrengenden tag. die blunzn war flaumig wie ein biskuit, nicht der übliche fettriefende grausen, nein, ein gedicht. eine göttliche blunzn, einfach. (ich hab eine halbe genommen...)

zur gaumenfreude kommt zudem der augenschmaus. das büffet ist wunderbar appetitlich. der schankraum mit dem schönen alten holzmobiliar, den deckenbalken und dem schiffboden sehr anheimelnd.



 die kellnerinnen im dirndl. die eine im bild eher typ ulrike folkerts als junge tatortkommissarin, bewegt sich auch so, als wäre sie eher in jeans und lederjacke sozialisiert, das geldtaschl wie einen coltgürtel lässig auf der hüfte. sehr angenehmer kontrast. die andere (leider nicht im bild) wie jean seberg in "à bout du souffle".

der wirt ein freundlicher, offenbar hochbegabter koch, der mit den beiden frauen auch die eine oder andre speise live verkostet und diskutiert, wie mir scheint.

fazit ist, ich schließe mich dem standard an: bitte hingehen. die blunzn ist sensationell.

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