Samstag, 21. August 2010

heimkommen

nächtliches heimkommen in die leere wohnung nach dem besten eis der stadt. abschiedliche gefühle, obwohl es doch noch mindestens ein dreiviertel jahr ist, bis ich auf die gstettn ziehe.

ziemlich kurz, vielleicht drei vier jahre, dass ich mich heimatlich gefühlt habe an diesem ort in all den vielen -  bald zehn! - jahren, die ich hier lebe. es leben hier auch recht wenige leute wirklich. in unserem haus sind wir die einzigen, die hier auch wohnen. sonst: büros, geschäfte, kanzleien.

früher gab es von oben einen unverstellten blick  auf peterskirche, stephansdom und die alten dächer - neige d'antan. jetzt auf den dächern rundum ein wildwuchs von architektursünden der nullerjahre  (z.b. referenzprojekt 1010 - the max), die einmal eingang in die verbrechenskataloge der architekturgeschichte finden werden. aufgrund der preisgestaltung kann man sich nur fragen, wer darin wohnt. models, fußballer, russische oligarchen, scheichs vermutlich. man sieht sie nie. leerstandsruinen der gier, zum abschreiben, in jeder hinsicht.

1 Kommentar:

  1. Ja so ist es, jeder Öligarch will seinen Loft. Eine Landplage.

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